Men­schen und Tie­re in Aus­tra­li­en lei­den. Wir infor­mie­ren, wie schlimm es wirk­lich um den Kon­ti­nent steht.

Der Segen der Buschbrände

Nor­ma­ler­wei­se wüten die Busch­brän­de von Dezem­ber bis März oder von Mai bis Juni. Wenn man das Wort Busch­brän­de hört, denkt man meist an Zer­stö­rung und Ver­wüs­tung. Doch hel­fen die Brän­de der Natur auch. Sie sor­gen zum Bei­spiel dafür, dass Euka­lyp­tus­bäu­me und Bank­sia­pflan­zen ihre Samen­hül­sen öff­nen kön­nen und ermög­li­chen somit eine Vermehrung.

Rauch steigt aus einem Wald auf.
Kilo­me­ter­weit ist der Rauch noch zu sehen

Katastrophale Ausmaße

Seit Sep­tem­ber letz­ten Jah­res hören die Brän­de aller­dings nicht mehr auf und haben die Aus­ma­ße von Flä­chen­brän­den ange­nom­men. Laut Green­peace stei­gen die Tages­tem­pe­ra­tu­ren auf über 46 Grad Cel­si­us – und das schon ohne die Hit­ze des Feu­ers! Mitt­ler­wei­le ist eine Flä­che in der Grö­ße von Bay­ern und Baden-Würt­tem­berg abge­brannt und ein Ende ist noch lan­ge nicht in Sicht. Alle die kön­nen, flüch­ten an den Strand oder, falls sie ein Boot haben, auf’s Was­ser, denn dort ist man am sichers­ten. Durch die Brän­de wur­den rund 3000 Wohn­häu­ser zerstört.

Außer­dem wur­de die Hälf­te des Koa­la­be­stan­des ver­nich­tet, vie­le Kän­gu­rus star­ben und unzäh­li­ge Pflan­zen­ar­ten sind jetzt schon so gut wie aus­ge­rot­tet. Nicht zu unter­schät­zen ist die Zahl der ver­letz­ten Tie­re, die in Auf­fang­sta­tio­nen not­dürf­tig ver­sorgt und behan­delt wer­den. Vie­le frei­wil­li­ge Hel­fer sind hier ehren­amt­lich unter­wegs, so auch Feu­er­wehr­leu­te aus Ame­ri­ka. Mit dem jüngs­ten Unglück, dem Absturz eines Lösch­flug­zeu­ges besetzt mit drei frei­wil­li­gen Hel­fern aus den USA, ist die Zahl der Toten auf drei­ßig ange­stie­gen. Vie­le Hel­fer sind müde, kaputt und ausgelaugt.

„Die Tages­tem­pe­ra­tu­ren stei­gen auf über 46 Grad Cel­si­us – und das schon ohne die Hit­ze des Feuers!“

Green­peace

Das Problem des Wassers

Durch lang ersehn­te Regen­fäl­le, die glück­li­cher­wei­se auch die am meis­ten betrof­fe­nen Staa­ten Vic­to­ria, New South Wales und Queens­land erreicht haben, gehen die Brän­de nun etwas zurück. Aller­dings kön­nen die Was­ser­mas­sen nur lang­sam in den tro­cke­nen Boden ein­si­ckern, es bil­den sich rie­si­ge Schlamm­p­füt­zen. Das behin­dert die Lösch­ein­sät­ze der Feu­er­wehr, da die­se nur schwer durch den Schlamm kommt.

Doch kei­nes­wegs sind die Brän­de, die durch den Men­schen gemach­ten Kli­ma­wan­del her­vor­ge­ru­fe­nen wur­den, schon vor­über. Die Hoch­sai­son der eigent­li­chen Brän­de ist zwi­schen Janu­ar und März – das heißt, Aus­tra­li­en steht noch eini­ges bevor.

Orga­ni­sa­tio­nen, wie das Aus­tra­li­sche Rotes Kreuz, der NSW Rural Fire Ser­vice, der Not­dienst der Heils­ar­mee und die Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on WWF hel­fen den Men­schen und Tie­ren vor Ort. Hof­fen wir, dass die Brän­de bald unter Kon­trol­le zu brin­gen sind.

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